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Ackro — Blog
Michael Trommer

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Das Ende eines Traumes

Es war ein schöner Stein, den ich vor langer Zeit fand.
Noch gänzlich unbearbeitet, mit einem einzigartigen
Farbspiel und und einer Wärme, die von ihm ausging,
dass es sagenhaft war und ich mich sofort in ihn verliebte.

Er war von so eigenwilliger Schönheit, dass ich mich nur
selten traute, ihn überhaupt Anderen zu zeigen. Nichtsdestotrotz
beschloss ich, ihn zu meinem Meisterwerk zumachen.

Ich wendete über die Jahre viel Zeit und Mühe auf, ihn durch
meine Arbeit zu vervollkommnen und seine ganze Schönheit im
Licht der Sonne strahlen zu lassen.

Er war fast perfekt, doch die Arbeit wurde immer schwieriger,
so dass ich müßig wurde über dem Gedanken ihn vielleicht zu beschädigen,
oder auch nur, meinem hohen Anspruch nicht zu genügen.

Es begab sich, dass ich ihn von Mal zu Mal seltener zur Hand nahm
und womöglich hätte ich ihn mit der Zeit vergessen.

Aber eines Tages entsann ich mich seiner und wollte ihn in die
Hand nehmen, doch welch Unglück war mir geschehen:

Ich konnte ihn nicht finden, ich hatte ihn verloren.

Meinen grössten Schatz, das Ergebniss jahrelanger Liebe, aber
auch Mühe, war von mir gegangen und ich war mir der Größe
meiner Schuld bewusst.

Würde ich ihn nur wiederfinden, ich würde nicht ruhen bis meine
Arbeit vollendet wäre. Oh ich hoffe inständig, dass ihn niemand
beschädigt oder gar zerstört.

Oh wenn ich ihn nur wiederfände …

—Stephan Bach, 2007-12

01Mar08 2242 CET
Filed in lyric and bach.

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